Ironman WM Hawaii

Christian Bruckner kämpfte beim Saisonhighlight im Urlaubsparadies mit extremen Wind und starker Hitze

 

Der Ironman Hawaii präsentierte sich für Christian Bruckner von seiner erbarmungslosen Seite: Die höchsten Temperaturen der Rennwoche (24 Grad beim Startschuss um 6:25 Uhr), starker Wellengang, extremer Seitenwind am Rad und tückische Luftfeuchtigkeit (82%)  beim Laufen. Doch all das konnte den Kornspitz-Triathlet nicht davon abbringen, die World Championships über die Langdistanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen) als „Daylight Finisher“ zu beenden. Nach 9:55:24 Stunden lief der Österreicher am Ali’i Drive über die Ziellinie und bekam die magischen Worte zu hören: „You are an Ironman!“

 

Christian Bruckner: "Das Besondere an Hawaii ist, dass man über sich selbst lernt"

Der Berufsfeuerwehrmann aus Wallsee zeigte in der ersten Disziplin – beim Schwimmen - eine tolle Leistung, kämpfte sich in 1:02:01 Stunden durch den 26 Grad warmen Pazifik. „Ein Haifischbecken. Es wurde getreten, geschlagen und die Wellen haben die Gesamtsituation zusätzlich verschärft.“ Im zweiten Teil des Ausdauer-Spektakels - 180 Kilometer am Rad durch die Lavafelder – hatte Bruckner hart zu kämpfen: „Es war ein Fight gegen die Naturgewalten, der mich an meine physischen und psychischen Grenzen gebracht hat. Durch den starken und böigen Wind hatte ich oft das Gefühl zu stehen“. Der 36-Jährige, der sich beim Ironman in Südafrika für Hawaii qualifizieren konnte, stellte sein Bike nach 5:21:29 Stunden in der Wechselzone ab und ging auf den Marathon. Die 3:24:26  Stunden zur Ziellinie am Pier von Kona beschreibt Bruckner als Gratwanderung: „Die Höhen und Tiefen, die ich während des Laufens durchlebt habe, waren extrem. Ich habe versucht die Schmerzen zu vergessen und der sengenden Hitze zu widerstehen.“ Am Ende belegte der Kornspitz-Athlet in seiner Age-Group (M35-39) den 91. Platz und den 405. insgesamt im Feld der weltbesten Herren über die Ironman-Distanz. Seine Endzeit: 9:55:24 Stunden.

 

Nach dem Rennen kamen die Emotionen bei Christian Bruckner hoch: „ Es war nicht nur mein härtestes Rennen, sondern auch eine Schule der Demut.“ Die kommenden Tage stehen ganz im Zeichen der Regeneration und Zeit mit der Familie zu verbringen. Neben Big Island will Bruckner noch die Hawaii-Inseln Maui und Molokai erkunden. „Ich bin glücklich und stolz, dass ich im Ziel bin. Momentan sind die Emotionen aber noch zu frisch und die Schmerzen zu groß, um sagen zu können, ob ich mir die ganzen Mühen und Strapazen noch einmal antun möchte.“

 

 

In den vergangenen 11 Monaten hat Kornspitz-Triathlet Christian Bruckner insgesamt 770 Trainingseinheiten (17,5 Stunden/Woche) in die Vorbereitung für die Ironman-WM auf Big Island, Hawaii investiert. „Das waren rund 300 Kilometer im Schwimmbecken, 10.000 Kilometer am Rad und 1.900 Kilometer auf der Laufstrecke“, erzählt der 36-Jährige. Mit einer Top-Leistung beim Ironman in Port Elizabeth (Südafrika) hat der Berufsfeuerwehrmann aus Wallsee sein Ticket für das legendäre Rennen gelöst.

 

Text: Kornspitz Sport Team